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Backhaul-Funktechnik für mobile TETRA-BTS

Sicher im Einsatz

In einigen deutschen Bundesländern sind mobile TETRA-Digitalfunk-Basisstationen der BOS immer dann im Einsatz, wenn fest installierte Stationen z.B. durch Großschadenslagen ausgefallen oder überlastet sind. Diese werden typischerweise entweder über SATCOM oder mit terrestrischen Funkstrecken an die fest installierte Netzwerk-Infrastruktur angebunden.
SATCOM hat dabei den Nachteil relativ hoher Latenzen, die im Bereich der Echtzeit-Sprachübertragung sehr gewöhnungsbedürftig sind und den Einsatzkräften in Stresssituationen zusätzliche Sprechdisziplin aufbürden.
Klassische terrestrische Richtfunkstrecken erfordern wegen der starken Funkstrahlbündelung einen aufwändigen und damit zeitraubenden Einrichtungsprozess und sind – realistisch betrachtet – daher bei Ad-Hoc-Lagen kaum einsetzbar.
Eine Lösung, die sich jedoch in einigen Bundesländern bereits bewährt hat, ist der Einsatz unserer IP-Funkrouter, mit denen sich in wenigen Minuten Funkstrecken mit ca. 15 km Reichweite aufbauen lassen. Dazu muss lediglich eine Richtantenne mit ca. 20° Öffnungswinkel z.B. per Smartphone-Kompass in Richtung der Gegenstelle ausgerichtet werden. Die vorkonfigurierten Router verbinden sich automatisch und stellen dadurch eine Backhaul-Verbindung für die Basisstation sicher. Im Falle der neuen IP-fähigen TETRA-Stationen wird keine zusätzliche Netzwerktechnik benötigt. Lediglich im Falle der klassischen, mit E1-Interfaces ausgerüsteten Stationen wird pro Seite zusätzlich ein „Pseudowire-Gateway“, auch IP-MUX genannt, benötigt. Diese sind der Beschaffung jedoch wenig kostspielig.

Mehr zu unseren IP-Funkroutern hier.

Großschadensanlage

Tetra-Funkzellen

Mobile Tetra BTS ersetzt ausgefallene Funkzelle